SCHLOSSKIRCHE

1094 erfolgte die Erhebung des Benediktinerklosters Vornbach zur Abtei. Im Osten ermöglichte die Schenkung von Gebieten im Raum Neunkirchen-Pitten-Gloggnitz an die Benediktiner die Gründung eines Vornbacher Filialklosters in Gloggnitz.

Nach dem Bau der neuen Pfarrkirche, der Christkönigskirche, nahe dem Stadtzentrum, verlor die alte Klosterkirche weitgehend ihre Bedeutung. Historische Ausstellungen im Schloss, Kammerkonzerte in der Kirche und Hochzeiten junger Paare, die vor den Altar treten, an dem schon ihre Eltern und Großeltern einander das Ja-Wort gegeben haben, brachten ein wenig neues Leben in die Marienkirche. Es kommen aber auch viele, die unter der barocken Prachtentfaltung den Geist der Gotik zu entdecken wissen.

Das Altarbild zeigt neben Maria und Jesus den gekrönten St. Oswald mit 

dem Raben. Zwischen den gewundenen Säulen Statuen der hl.. Gotthard und Benedikt. An den Seiten des Altars Statuen des hl. Wolfgang und eines Schutzengels.

Der rechte Seitenaltar im Schiff zeigt im Altarbild den hl. Benedikt mit Giftschale und Schlange. In einem kleinen Bildausschnitt wird das aufrechte Sterben des Ordensgrün- ders dargestellt. Neben dem Altar die hl. Bernhard und Benedikt.

Auf dem linken Seitenaltar ist eine Schutzmantelmadonna abgebildet.

Auf der linken Altarseite der hl. Leonhard mit einem Esel.

Unter dem Chor, mit einem durch Platten verdeckten Ein- gang vor den Stufen zum Presbyterium, ist eine Gruft, in der die Pröpste beigesetzt wurden.

Die Marienkapelle des Benediktinerklosters

An der Südseite der Kirche befindet sich die Frauenkapelle, von Angelus Rumpler, auch Abtkapelle genannt. Der Marienaltar stammt aus der Barockzeit. Er hat kein Altarblatt. Mittelpunkt war eine gotische Holzstatue Maria mit dem Kind, die in den sechziger Jahren Kirchendieben zum Opfer gefallen ist.